+++ SPÖ verliert Absolute +++ ÖVP knapp vor FPÖ auf Platz 2 +++ FPÖ verdoppelt sich +++
In der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten sind die Würfel gefallen. Am vergangenen Sonntag setzten 59,1 Prozent der rund 44.000 Wahlberechtigten ihr Kreuz und sorgten damit für eine leicht gestiegene, wenn auch weiterhin auf moderatem Niveau verbleibende Wahlbeteiligung. Besonders auffällig war diesmal der Trend zur Flexibilität: Allein 6.540 Bürgerinnen und Bürger gaben ihre Stimme bereits im Vorfeld per Wahlkarte ab.

Das politische Panorama der Stadt präsentiert sich künftig deutlich vielfältiger. Von den sieben angetretenen Listen werden voraussichtlich sechs Fraktionen in den Gemeinderat einziehen, lediglich die Liste Multikulturelle Gesellschaft verpasste den Sprung in das Stadtparlament.
Die Gemeinderatswahl in der Landeshauptstadt brachte folgendes vorläufiges Ergebnis:
Liste Bürgermeister Matthias Stadler – SPÖ (Kurzbezeichnung – SPÖ)
10.930 Stimmen, das sind 42,53 %
Team Krumböck – Volkspartei & Unabhängige (Kurzbezeichnung – ÖVP)
5.494 Stimmen, das sind 21,38 %
Freiheitliche Partei Österreichs (Kurzbezeichnung – FPÖ)
5.077 Stimmen, das sind 19,75 %
Die Grünen St. Pölten – (Kurzbezeichnung – GRÜNE)
2.483 Stimmen, das sind 9,66 %
NEOS Das Neue Niederösterreich (Kurzbezeichnung – NEOS)
700 Stimmen, das sind 2,72 %
Kommunistische Partei Österreichs (Kurzbezeichnung – KPÖ)
983 Stimmen, das sind 3,82 %
Liste Multikulturelle Gesellschaft (Kurzbezeichnung – LMG)
33 Stimmen, das sind 0,13 %
Bürgermeister Matthias Stadler hält fest: „Ich möchte allen St. Pöltner:innen, die von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht haben, meinen ganz persönlichen Dank aussprechen. Ich möchte mich auch beim gesamten Team, das bei der Organisation der Gemeinderatswahl beteiligt war, herzlich für die Tatkraft bedanken. Ich sehe das deutliche Ergebnis als klaren Auftrag zur Regierungsbildung, wir werden umgehend mit den anderen Fraktionen Gespräche zu möglichen Koalitionen führen.“
Für Stadler markiert das vorläufige Ergebnis, in dem die Wahlkarten bereits enthalten sind, eine deutliche Weichenstellung. Er interpretiert das Votum als klaren Auftrag zur Regierungsbildung und kündigte an, umgehend Sondierungsgespräche mit den anderen Fraktionen aufzunehmen, um stabile Mehrheiten für die kommende Periode zu finden. Während die Parteien bereits hinter verschlossenen Türen taktieren, wird das amtliche Endergebnis nach der Sitzung der Stadtwahlbehörde am Montag erwartet.















