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AUTOTEST. Kia Sportage GT-line 1.6 T-GDI AWD

Der 2026‘ Kia Sportage zeigt sich in der GT-line nicht nur dynamisch, sondern auch erstaunlich hochwertig – mit viel Komfort, cleveren Details und klassischem Benzinantrieb.

Schon beim ersten Hinsehen macht der Sportage klar, dass er mehr sein will als ein gewöhnliches Kompakt-SUV. Besonders in der Außenfarbe Blue Flame wirkt er je nach Lichteinfall mal tiefblau, mal fast schon grau – ein Effekt, der dem ohnehin auffälligen Design zusätzliche Eleganz verleiht. Die markante Front mit den charakteristischen LED-Tagfahrlichtern sorgt für einen starken Auftritt, während die GT-line mit schwarzen Akzenten, sportlichen Stoßfängern und großen Leichtmetallfelgen nochmals nachschärft. Das Gesamtbild bleibt modern, aber alltagstauglich.

Im Innenraum überrascht uns der Sportage dann mit einem Niveau, das man in dieser Klasse nicht zwingend erwartet. Die GT-line bringt eine fast schon luxuriöse Atmosphäre mit sich: hochwertige Materialien, sauber verarbeitete Oberflächen und eine durchgehende, elegant geschwungene Displaylandschaft mit zwei 12,3-Zoll-Bildschirmen dominieren das Cockpit. Besonders ins Auge fallen die Sportsitze mit Leder- und Veloursbezug – bequem, hochwertig und auch optisch ein Highlight.

Dazu kommen zahlreiche Ausstattungsdetails, die den Alltag spürbar angenehmer machen: Sitzheizung und -belüftung vorne, ein beheizbares Lenkrad sowie eine 360-Grad-Kamera erleichtern jede Situation. Auch ein großes Head-up-Display, eine hochwertige Soundanlage und umfangreiche Assistenzsysteme sind mit an Bord. Kia schafft hier den Spagat zwischen Technik und Wohlfühlfaktor bemerkenswert gut.

Das Platzangebot überzeugt ebenfalls. Vorne sitzen wir angenehm luftig, während im Fond auch größere Passagiere ausreichend Raum genießen. Der lange Radstand zahlt sich hier klar aus und macht den Sportage zu einem echten Allrounder im Alltag. Beim Kofferraum legt er noch einmal nach: Rund 591 Liter stehen im Normalzustand zur Verfügung. Klappen wir die Rücksitze um, wächst das Ladevolumen auf über 1.700 Liter an – ideal für größere Transporte oder den Urlaub. Die Ladefläche bleibt dabei angenehm eben, was die Nutzung zusätzlich erleichtert.

Unter der Haube arbeitet ein klassischer 1,6-Liter-Turbobenziner mit 132 kW / 180 PS, kombiniert mit Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Motor liefert solide Fahrleistungen: Den Sprint auf 100 km/h erledigen wir in gestoppten 9,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp über 200 km/h. Damit ist der Sportage jederzeit ausreichend souverän motorisiert, ohne sportliche Ambitionen in den Vordergrund zu stellen. Über die Fahrmodi – etwa Eco, Normal und Sport – lässt sich das Ansprechverhalten spürbar variieren. Während Eco auf Effizienz ausgelegt ist, reagiert der Sport-Modus deutlich direkter und hält die Gänge länger, was vor allem auf kurvigen Strecken für mehr Dynamik sorgt. Der Allradantrieb sorgt zusätzlich für stabile Traktion bei allen Bedingungen.

Auf der Straße zeigt sich der Sportage komfortbetont. Unebenheiten werden sauber absorbiert, das Fahrwerk bleibt angenehm ausgewogen. In Kurven fährt er stabil und berechenbar, ohne sportliche Ambitionen in den Vordergrund zu stellen. Die Lenkung arbeitet präzise, wenn auch etwas leichtgängig.

Beim Verbrauch liegen wir im Alltag zwischen etwa 7,5 und 9,0 Litern pro 100 Kilometer – ein realistischer Wert für ein allradgetriebenes SUV mit klassischem Benzinantrieb.

Fazit: Der Kia Sportage GT-line 1.6 T-GDI AWD präsentiert sich als besonders gelungenes Gesamtpaket. Er überzeugt mit auffälligem Design, einem überraschend luxuriösen Innenraum und viel Platz für Alltag und Reise. Der klassische Antrieb spricht all jene an, die bewusst auf Hybridtechnik verzichten möchten, ohne auf Komfort und moderne Ausstattung zu verzichten. Ein echtes Argument bleibt zudem die bei Kia bekannte 7-Jahre-Herstellergarantie, die in dieser Klasse weiterhin Maßstäbe setzt und langfristig für zusätzliche Sicherheit sorgt.

Fotos: © slz