Drei neue Rückhaltebecken in Wieselburg schützen ab sofort Mensch und Infrastruktur vor den zerstörerischen Kräften eines Jahrhunderthochwassers.
Wenn der Himmel über Wieselburg seine Schleusen öffnet, herrschte in der Vergangenheit oft nackte Angst. Die Bilder der Jahre 2020 und 2021, als Starkregen ganze Straßenzüge wie die Krüglinger Straße in reißende Ströme verwandelte, sind in das Gedächtnis der Bewohner eingebrannt. Doch heute atmet die Stadt auf. Mit der feierlichen Eröffnung eines massiven Schutzprojekts gehört die Hilflosigkeit gegenüber den Wassermassen der Vergangenheit an. Drei strategisch platzierte Rückhaltebecken mit einem gewaltigen Fassungsvolumen von 54.000 Kubikmetern fungieren nun als unsichtbares Schutzschild für rund 250 Bürger, 58 Gebäude und sensible Einrichtungen wie den Kindergarten am Handel-Mazetti-Weg.

Dass Vorsorge der beste Retter ist, bewies die Anlage bereits während der extremen Regenfälle im September 2024, als sie Schlimmeres verhinderte. Mit einer Investition von 3,5 Millionen Euro, getragen von Bund, Land und Gemeinde, wird ein potenzielles Schadensausmaß von über acht Millionen Euro abgewendet. Es ist ein Projekt der Sicherheit und der Vernunft, das zeigt, wie aus technischem Beton soziale Gewissheit wächst. Wo früher bei jedem Donnern der Blick besorgt zum Pegel der sonst trockenen Gerinne wanderte, herrscht nun Zuversicht. Für Bürgermeister Josef Leitner und die Landespolitik ist klar: Jeder hier verbaute Euro ist ein Versprechen an die Zukunft und ein Beweis dafür, dass man den Launen der Natur nicht länger schutzlos ausgeliefert ist.


















