Gartenbauschule und Unternehmen für Klimainnovationen ausgezeichnet
Beim erstmals vergebenen Tilia Award in Berlin haben zwei niederösterreichische Einrichtungen gewonnen. Die Gartenbauschule Langenlois und die Strebelwerk GmbH aus Wiener Neustadt überzeugten die Jury mit innovativen Projekten zur Klimaanpassung im städtischen Raum. Verliehen wurde der Preis am 20. März an der Berliner Quadriga Hochschule.
Die Gartenbauschule Langenlois holte den ersten Platz in der Kategorie „Aus- und Weiterbildungen“. Ihr Projekt „Unsichtbarer Garten“ macht erlebbar, was sonst unter dem Asphalt verborgen bleibt: Ein begehbarer Schaugarten zeigt das Schwammstadt-Prinzip – also wie Bäume im urbanen Raum durch gezieltes Regenwassermanagement überleben können. Sichtfenster im Boden und digitale Infostationen machen das System für Schüler und Besucher greifbar. Die Jury lobte besonders den didaktischen Wert des Projekts. Gtm. Helmut Schieder, Leiter der Schaugärten, nahm die Trophäe entgegen. Unterstützt wurde das Vorhaben durch die LEADER-Region Kamptal.

Den zweiten niederösterreichischen Erfolg erzielte die Strebelwerk GmbH in der Kategorie „Fassadenbegrünung“. Das Unternehmen entwickelte ein System, das Abwasser aus Dusche, Waschbecken und Waschmaschine biologisch aufbereitet und damit Fassadenpflanzen bewässert. „Diese Kreislaufwirtschaft schont wertvolles Trinkwasser und kühlt gleichzeitig unsere Städte“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Produktmanager Dipl.-Ing. Damian Eberhöfer nahm den Preis entgegen. Die doppelte Auszeichnung bestätigt Niederösterreichs Rolle als Vorreiter in der grünen Branche – von der Ausbildung bis zur industriellen Entwicklung.
















