Internationale Barocktage laden von 22. bis 25. Mai ins Benediktinerstift
Zum 35. Mal verwandelt sich das Stift Melk zu Pfingsten in eine Bühne für barocke Meisterwerke. Unter dem Motto [er]warten bringt Kammersänger und künstlerischer Leiter Michael Schade internationale Stars und aufstrebende Talente in eine der prächtigsten Klosteranlagen Österreichs. Das Programm reicht vom großen Orchesterkonzert bis zum nächtlichen Orgelklang.

Den Auftakt macht am 22. Mai das Eröffnungskonzert in der Stiftskirche: Der Concentus Musicus Wien spielt unter Stefan Gottfried Händels erstes Oratorium, Il Trionfo del Tempo e del Disinganno – ein Werk über Vergänglichkeit und Wahrheit, das seit dem 18. Jahrhundert nichts an Aktualität verloren hat. Tickets für die Generalprobe am 21. Mai sind noch verfügbar.
Das Festivalmotto trägt eine bewusst doppelte Bedeutung. Schade erklärt: „Manchmal ist die Ungewissheit, die das Warten bringt, wahnsinnig spannend“ – sei es die dramatische Pause in einer Komposition oder das Warten auf den Applaus des Publikums. Zum Nachtkonzert am 23. Mai kehrt Organist Martin Haselböck an eine Orgel zurück, die ihn prägte: 1972 gewann er hier den Internationalen Orgelwettbewerb Wien-Melk. Gemeinsam mit dem Vokalensemble Vocalodie bespielt er ab 22:30 Uhr die nächtliche Stiftskirche mit Pasacaglien und Toccaten von Georg Muffat.
Auf der Bühne stehen außerdem Patricia Nolz, Serge Falck und Giovanni Antonini. Neben dem Concentus Musicus Wien gastieren Il Giardino Armonico, die Barocksolisten München sowie das L’Orfeo Barockorchester in Melk. Familien kommen bereits am 21. Mai auf ihre Kosten: Der Musikzirkus Cantillo verwandelt den Barockkeller mit Akrobatik und Musik in eine Manege – Kinder dürfen aktiv mitmachen. Karten gibt es unter www.barocktagemelk.at oder im Kartenbüro der Wachau Kultur Melk.


















