Mit dem Kreativ Contest „Schubert Reloaded“ lädt das Schubert Schloss Atzenbrugg Schulen im Raum Tulln dazu ein, sich kreativ und zeitgemäß mit Leben und Werk von Franz Schubert auseinanderzusetzen. Nun stehen nicht nur die Details zum Wettbewerb fest, sondern auch eine prominent besetzte Jury, die den Einreichungen der Jugendlichen mit großer Offenheit und Neugier begegnet. Ihre unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven eröffnen einen lebendigen Dialog zwischen Gestern und Gegenwart.
Eine Jury voller musikalischer Persönlichkeit
Einen frischen, genreübergreifenden Zugang bringt Cesár Sampson in die Jury ein. Der
international erfolgreiche Sänger und Songwriter, der Pop, Soul und Klassik selbstverständlich zusammendenkt, versteht klassische Musik nicht als Gegenpol zur Gegenwart, sondern als deren Fundament: „Klassische Musik bietet einen Bauplan zu einem riesigen Teil der Musiktheorie – sich früh damit zu befassen, ist so wie das ABC lernen, nur wesentlich interessanter.“
Mit neugieriger Offenheit begegnet auch Schubertiaden-Intendantin Ildikó Raimondi dem Wettbewerb. Die gefeierte Sopranistin stellt bewusst Fragen an das Heute und an die Vorstellungskraft der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Wäre Schubert heute ein TikTok-Star? Würde er eher rappen oder dichten? Konzerthallen füllen oder coole Clubs? Das alles sind spannende Fragen – ich hoffe sehr, die teilnehmenden Jugendlichen können mich erhellen und mir neue Perspektiven für das Künstlerische im Hier und Jetzt eröffnen.“

Für Star-Pianistin Musikerin Donka Angatscheva verbindet der Kreativ Contest zwei zentrale Anliegen: „Bei dem Kreativ-Contest geht es um gleich zwei Themen, die mir sehr wichtig sind: Bildung und Musik. Musik verbindet Menschen und Generationen – dieses Element der Gemeinsamkeit ist etwas Wunderbares und etwas, das wir pflegen müssen.“
Die besondere Kraft des Wettbewerbs sieht auch der international anerkannte Schubert-Forscher und Musiker Oliver Woog in der kreativen Eigenleistung der Jugendlichen: „Das Schubert-Schloss Atzenbrugg und die Aumühle Atzenbrugg sind mir als Schubert-Forscher und Musiker seit jeher besonders lieb und wertvoll. Die Idee des Wettbewerbs, jungen Menschen durch ihre eigene Kreativität und Fantasie einen Zugang zu einem der bedeutendsten Komponisten aller Zeiten sowie zum kulturellen Erbe der Gemeinde Atzenbrugg zu eröffnen, ist ebenso einzigartig wie kraftvoll.“
Auch „Mr. Haydn“ Michael Linsbauer, profunder Kenner der österreichischen Klassikszene, hebt die Entwicklung des Schlosses zu einem lebendigen Kulturort hervor: „Das Schubert-Schloss Atzenbrugg ist nicht nur ein musikhistorisches und architektonisches Juwel, sondern ist seit der Renovierung des Museums auch mit neuem Leben erfüllt. Dem kreativen Team der Schubertiaden und der Gemeinde Atzenbrugg ist es zu verdanken, dass Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber aus Nah und Fern heute wieder hochkarätige Darbietungen im authentischen Ambiente genießen können.“
Die Anmeldung zum Kreativ Contest ist noch bis zum 1. März möglich. Die Preisverleihung findet im festlichen Rahmen der Wiedereröffnung des Schubert Schlosses Atzenbrugg am 1. Mai statt und bildet einen Höhepunkt im Kulturjahr der Gemeinde.
Darüber hinaus richtet sich der Blick bereits auf die Schubertiaden Atzenbrugg 2026, deren Programm ab 1. März auf der Website des Schlosses sowie per Presseaussendung veröffentlicht wird. Die kommende Saison steht unter dem Motto „Leben – Liebe – Vergänglichkeit“ und widmet sich dem Jahr 1826 – einer besonders produktiven, zugleich von Krankheit überschatteten Schaffensperiode Franz Schuberts. Die eigens für Atzenbrugg konzipierten Programme verbinden ausgewählte Kompositionen mit literarischen Texten und zeichnen so ein vielschichtiges Bild von Schuberts Kunst sowie vom sozialen und wirtschaftlichen Leben seiner Zeit. Die starbesetzte Eröffnung der Schubertiaden 2026findet am Sonntag, 31. Mai 2026, statt und macht das Jahresthema erstmals musikalisch erlebbar.

















