46 junge Menschen aus 9 Ländern im Alter zwischen 14 und 20 tauschten sich in Niederösterreich über Künstliche Intelligenz sowie viele weitere Themen aus, schrieben ein E-Book und drehten einen Film

ST. PÖLTEN. Die eljub E-Book Woche wurde 2023 zum elften Mal in Niederösterreich ausgetragen. Junge Menschen aus neun europäischen Ländern trafen zusammen, diskutierten und beschäftigten sich intensiv mit Europa und den Perspektiven, die sie nicht nur wahrnehmen, sondern auch intensiv mitgestalten wollen. In Workshops und gemischten Arbeitsgruppen wurde heuer das E-Book „Jugend wohin?“, geschrieben und unter kreativer Betreuung und Begleitung durch Medienprofis ein Film unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz-Tools gedreht.

Nach dieser abwechslungsreich gestalteten Projektwoche, den Workshops und gemeinsamen Erlebnistagen in Krems, wo den jungen Menschen innovative Zugänge zum Schreiben, Filmen und Kommunizieren in deutscher Sprache mit digitalen Medien geboten und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Chat-GPT thematisiert wurden, erfolgte in Spitz/Donau in Anwesenheit von Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister der Abschlussabend der eljub E-Book Woche, an dem die Ergebnisse der Workshops und das erarbeitete E-Book, welches in Kürze über www.eljub.eu erhältlich sein wird, präsentiert wurden.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (2.v.l.) mit drei WorkshopleiterInnen Michal Strnad, Fariza Bisaeva und Liv Modes

Teschl-Hofmeister weist auf die erstaunliche Entwicklung hin: „2021 wurde eljub mit dem Europäischen Bürgerpreis des EU Parlaments ausgezeichnet. Das sagt sehr viel über die Entwicklung vom ambitionierten Jugendprojekt zum europäischen Vorzeigeprojekt aus. Tatsächlich sehe ich von Jahr zu Jahr, wie sich eljub weiterentwickelt. Es ist bemerkenswert, was im Rahmen der EU Jugendförderung machbar ist. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie das gesamte Team von eljub leisten Hervorragendes!“

Die Sommerwoche vor mehr als 10 Jahren hat sich zu einer ganzen eljub-Programmpalette mit Dialogkonferenzen, internationalen Vorbereitungstreffen, einem Alumniclub, medialen Plattformen bis hin zu Projekttagen im Europäischen Parlament in Brüssel und regelmäßigen Aufeinandertreffen in vielen europäischen Ländern entwickelt. Dies sehr oft durch die Initiativen aktueller oder ehemaliger eljub Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

An der diesjährigen Jugendbegegnung nahmen 46 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 20 aus 9 Ländern – Niederösterreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei, Deutschland und Albanien teil, wobei wieder viele neue Kontakte und Freundschaften quer durch die Länder und Kulturen geknüpft wurden. Bei den Workshops und Diskussionsrunden erarbeiteten die jungen Menschen Möglichkeiten eines zukünftigen positiven Zusammenlebens in Europa und widmeten sich den von ihnen gewählten Themengruppen: „Veraltete Systeme: Wie gehören Schule und Arbeit modernisiert?“, „Technologie und Jugend: Künstliche Intelligenz, TikTok, Smartphonenutzung – wie sieht ein gutes Leben damit aus?“ und „Ethische Rechte von Tier und Mensch: Was muss sich ändern?“. Ziel der Europäischen Jugendbegegnung ist es, die Zukunft Europas durch Kreativität und Engagement der Jugend mitzugestalten. Projektleiterin Veronika Trubel und der NÖ Literaturpreisträger Walter Grond als Organisatoren wissen, worauf es den jungen Menschen ankommt: „Wir leben in einer dynamischen Zeit im Herzen eines Kontinents, auf dem gerade von jungen Menschen Identität, Integration, Sicherheit und Zukunftsperspektiven eingefordert werden. Deshalb müssen gerade die Jungen aktiv gesellschaftlich und politisch an der Gestaltung Europas mitwirken.“

Die Initiative wird vom NÖ Landesjugendreferat in enger Zusammenarbeit mit dem Verein pilgern & surfen Melk organisiert und von der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ, der ARGE Donauländer, und dem EU-Programm ERASMUS+ mit der Regionalstelle Jugend:info NÖ unterstützt. Im September 2023 findet das erfolgreiche Projekt mit einer eljub Dialog Konferenz in Tulln seine Fortsetzung. Teschl-Hofmeister: „Junge Menschen müssen auf allen entscheidenden Ebenen vermehrt ihre Anliegen und ihre Lösungsvorschläge einbringen können. eljub ist dabei ein großes Reservoir an Ideenreichtum und Umsetzungskraft. Unsere jungen Menschen in Europa können sehr viel bewegen und an uns liegt es, diese Gestaltungskraft zu nutzen.“

Foto: © Bernreiter

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