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Ob in Steinritzen oder in Mauerspalten: Der Löwenzahn kommt überall hin und durch. Und in diesen Tagen verwandelt er unsere Wiesen in Gelb. Schön ist das. Liebhaber haben den 5. April zum Internationalen-Löwenzahn-Tag erklärt. 400 Arten soll es weltweit von dieser „Pusteblume“ geben. Auch „Kuh- oder Butterblume“ wird er genannt, da Kühe die gelben Blüten lieben und ihre Butter gelb färben.

In meiner Kindheit hieß es, die Blätter zu sammeln und daraus den beliebten Löwenzahnsalat zu machen. Die Franzosen übrigens essen ihn auch gern und müssen besonders oft aufs Klo. Der Löwenzahn ist nämlich harntreibend und so kommt es, dass sie den Löwenzahn „Pissenlit“ nennen, was übersetzt „pinkle ins Bett“ bedeutet. Zum Salat sagen sie „Pissenlit au lard“ und wird als Hauptspeise (125 g à Person) mit Speck und gewürfelten Ei serviert – Bon Appetit!

Da wären noch die Samen, die aussehen wie zahlreiche, kleine Flugschirme. Was haben wir uns da die Lunge aus dem Leib gepustet! Haben Sie am 5. April gepustet? Und in der Naturheilkunde ist er auch gern gesehen. Er soll eine anregende Wirkung auf Leber und Galle haben. Grund genug, den Löwenzahn zu lieben.

Wenn Sie sich das nächste Mal über diesen Korbblütler ärgern, weil er in Mauerspalten und Pflasterfugen nicht wegzubekommen ist, dann denken Sie daran – es gibt Schlimmeres: „Pissenlit“ z.B.
Ist es ganz schlimm? Dann schreiben Sie mir unter fm.zagler@outlook.com

Symbolbild: © Zubtech auf pixabay