Fünf Milliarden Euro. So viel will die Bundesregierung in den nächsten zwei Jahren einsparen. Klingt abstrakt. Ist es aber nicht – denn das Geld fehlt bald im Geldbeutel ganz konkreter Menschen.
Pensionisten sollen wieder weniger bekommen als die Inflation. Niedrigverdiener, die bisher keine Arbeitslosenversicherung zahlten, sollen künftig zur Kasse gebeten werden. Und der Familienbonus? Wird gekürzt – zumindest für jene Eltern, bei denen nicht beide arbeiten.
Wen trifft das besonders hart? Menschen im ländlichen Raum. Wer in Niederösterreich lebt, fährt weiter zur Arbeit, zahlt mehr für Sprit, hat oft ein niedrigeres Einkommen als in Großstädten – und ist häufig darauf angewiesen, was am Monatsende von der Pension bleibt.
Die Regierung nennt das einen „solidarischen Beitrag“. Ob das stimmt, wird sich zeigen – spätestens dann, wenn die Budgetrede am 10. Juni die Details auf den Tisch legt. Bis dahin bleibt eine Frage offen: Solidarisch für wen? Die Regierung entscheidet, wer spart. Jetzt muss sie erklären, warum es immer dieselben sind.
Symbolbild: © kschneider2991 auf pixabay
















