Amstetten, 12. Mai 2026 | Die Biowärme Amstetten West GmbH (BAW), ein gemeinsames Unternehmen
der Stadtwerke Amstetten und der EVN, setzt den nächsten wichtigen Schritt in der regionalen Wär-
mewende in Amstetten: Mit dem Ausbau der Fernwärmeleitung zwischen Krautberg und Parksiedlung
wird die bestehende Infrastruktur weiterentwickelt und gleichzeitig die Versorgungssicherheit im ge-
samten Netz gestärkt.
Die neue Leitung verbindet künftig die Wohngebiete Krautberg und Parksiedlung miteinander. Durch den
Ausbau befinden sich nun auch die dazwischenliegenden Bereiche – Edlabach, Gutenbergstraße, Albert-
Schweitzer-Straße sowie Elsa-Brändström-Straße – im Fernwärmeversorgungsgebiet. Damit entsteht auf
insgesamt rund 1.500 Trassenmetern ein wichtiger Lückenschluss, der nun ein durchgängiges und zusam-
menhängendes Fernwärmenetz ermöglicht. Rund 35 potenzielle Objekte können künftig an das Netz an-
gebunden werden. Der gesamte Wärmebedarf entlang der neuen Fernwärmeleitung liegt im Endausbau
bei rund 2.400 MWh pro Jahr.
Durch die Zusammenschließung der bestehenden Fernwärmenetze entsteht ein Versorgungssystem, das
die Ausfallsicherheit der Wärmeversorgung erhöht. Damit wird die Versorgungssicherheit langfristig gestärkt
und die Grundlage geschaffen, weitere neue Gebiete an das Fernwärmenetz anzuschließen.

Amstetten) Foto: © Nina Godderidge, Stadtwerke Amstetten
420 Tonnen CO. Einsparung pro Jahr
Die Nutzung regionaler Fernwärme leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Umweltwirkung und
zur Energiezukunft der Region. Durch den Ausbau moderner Wärmeinfrastruktur wird der Einsatz fossiler
Energieträger reduziert und es können ca. 420 Tonnen CO. pro Jahr eingespart werden.
Investition in Versorgungssicherheit und regionale Infrastruktur
Die Bauarbeiten starteten Anfang März 2026 und dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2026. Die Inbe-
triebnahme der neuen Fernwärmeleitung ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die Investitionssumme
beträgt rund eine Million Euro.
Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Wagner Baugesellschaft mbH im Bereich Tiefbau sowie der
Integral Anlagentechnik GmbH im Bereich Fernwärmerohrbau.
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise, um Einschränkungen für Anrainer:innen und Verkehr möglichst ge-
ring zu halten. Die enge Abstimmung mit Gemeinde, Politik und den ausführenden Unternehmen bildet
dabei eine wichtige Grundlage für einen reibungslosen Bauablauf.
Bürgermeister Christian Haberhauer unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für die Region:
„Eine moderne Wärmeinfrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfitten Stadtentwicklung. Mit
dem Ausbau der Fernwärme schaffen wir die Grundlage für mehr Versorgungssicherheit, nachhaltige Ener-
gieversorgung und weitere Entwicklungsmöglichkeiten in Amstetten. Solche Investitionen wirken weit über
das heutige Projekt hinaus.“
Auch Bernhard Schelch, Abteilungsleiter der Biowärme Amstetten West GmbH, sieht im Projekt einen we-
sentlichen Beitrag zur regionalen Energiezukunft:
„Die Wärmewende braucht Investitionen, moderne Infrastruktur und den gemeinsamen Willen, die Ener-
gieversorgung weiterzuentwickeln. Unser besonderer Dank gilt der Stadtgemeinde Amstetten sowie allen
beteiligten Partnern und den ausführenden Unternehmen für die gute Zusammenarbeit.“
Mit dem Projekt werden nicht nur zwei bestehende Fernwärmegebiete miteinander verbunden, sondern
auch die Voraussetzung geschaffen, die Fernwärmeversorgung in Amstetten künftig weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig profitieren bestehende und zukünftige Kund:innen von einer höheren Versorgungssicherheit
im gesamten Netzgebiet.

















