Flagshipstore als Startsignal für 2026
Wien, Erdbergstraße 189–193: Genau hier setzt Hyundai am 20. Jänner 2026 den ersten großen Akzent des Jahres. Im neuen Flagshipstore – mehr Bühne als Schauraum – zieht Österreich-Chef Roland Punzengruber Bilanz über 2025 und skizziert eine Modelloffensive, mit der die Marke ihren Anspruch als unangefochtene Asien-Nummer-eins am heimischen Markt festigen will.

Der Ort ist dabei nicht bloß Kulisse, sondern Statement. Der neue, rund 1.000 Quadratmeter große Denzel-Hyundai-Showroom in der Erdbergstraße soll Marke, Beratung und Elektromobilität sichtbarer zusammenbringen – und liefert den passenden Rahmen für eine Pressekonferenz, die bewusst nach vorne schaut. Punzengruber spricht von einem Momentum, das man in den nächsten Jahren nutzen will: Hyundai will wachsen, ohne den Blick für den Alltag der Kundinnen und Kunden zu verlieren – und setzt dafür auf ein schärferes Markenbild, ein dichteres Angebot und aggressive, aber kontrollierte Angebotsprogramme.
Die Zahlen aus 2025 geben Rückenwind. Hyundai kommt auf 12.923 Neuzulassungen, das bedeutet ein Plus von 13,7 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Der Pkw-Marktanteil steigt auf 4,5 Prozent, damit hält die Marke Rang sieben in der österreichischen Zulassungsstatistik. Besonders auffällig: der Elektrifizierungsschub. Bei reinen Elektroautos erreicht Hyundai 4,3 Prozent Marktanteil, der EV-Absatz wächst im Jahresvergleich deutlich, und jedes fünfte neu zugelassene Hyundai-Fahrzeug fährt bereits rein elektrisch. Gleichzeitig sinkt der durchschnittliche CO₂-Flottenwert spürbar auf 98,09 g/km – ein Wert, der intern als Beleg dafür dient, dass die Elektrifizierung nicht nur Image, sondern messbare Realität ist.
Auch bei den Modellen bleibt das Bild klar: Der Tucson ist 2025 der Bestseller, dahinter folgen i20 und i10. Im Elektro-Portfolio setzt sich der Kona als stärkster Stromer durch. Und genau aus dieser Mischung – SUV-Volumen, Kleinwagen-Anker, E-Offensive – leitet Punzengruber die Botschaft ab, die er mehrfach betont: Hyundai bleibt seit 2009 durchgehend die erfolgreichste asiatische Pkw-Marke in Österreich, und daran soll 2026 nicht gerüttelt werden.
Der Ausblick auf 2026 wird entsprechend konkret. Unter dem Schlagwort einer neuen Design- und Produktstrategie kündigt Hyundai für das zweite Quartal wichtige Updates an – allen voran neue Impulse rund um den IONIQ 6 (inklusive Facelift) und sportliche Ableger aus dem N-Programm. Beim Thema Wasserstoff bleibt der Ton realistischer: Ein neuer Nexo steht zwar auf der Agenda, doch ohne funktionierende Infrastruktur wird das in Österreich vorerst ein zähes Kapitel. Im zweiten Halbjahr rückt Hyundai außerdem die großen Stromer stärker in den Fokus – inklusive neuer Inszenierungen und einem breiteren Auftritt im Handel.
Parallel dazu läuft die Planung für die nächste große SUV-Etappe: Im Herbst 2026 soll die neue Tucson-Generation anrollen. Flankiert wird das Jahr von Marketing-Klammern, die auch außerhalb der Auto-Blase funktionieren: das 35-Jahr-Jubiläum von Hyundai in Österreich, Sport-Sponsoring und ein Verkaufsprogramm mit dem „Superbonus“, der je nach Modell und Aktion spürbare Preisvorteile bringen soll.
Unterm Strich wirkt die Pressekonferenz wie ein zweifacher Startschuss: für ein neues Hyundai-Schaufenster in der Erdbergstraße – und für ein Jahr, in dem die Marke ihren Status als Asien-Nummer-eins nicht nur verteidigen, sondern mit neuen Modellen, Facelifts und mehr elektrischer Breite sichtbar ausbauen will.
Fotos: © slz



















