„Komm raus und hol dir deine Nuss ab!“ Wie oft hörte ich diesen Satz. Ein Lehrer verteilte leidenschaftlich gern Kopfnüsse und wir bekamen regelmäßig eine auf die Nuss.
Und dann lese ich, dass am 22. Oktober der britische Tag der Nuss ist, kurz Nut-Day. Initiiert wurde dieser Tag der Nüsse, um primär die Interessen der lokalen Nussfarmer weltweit zu unterstützen. Die Briten stellen damit „die Notwendigkeit von fair gehandelten Nüssen und die Vorteile des Verzehrs von Nüssen in den Vordergrund“.
Und es wären nicht die Briten, gäbe es nicht einen eigenen Tag des Nüssesammelns, den Nutting Day, und das seit dem 16. Jahrhundert. Sie begründen das damit, dass eine Vielzahl von Nüssen für den Menschen äußerst gesunde Fette, Proteine, Vitamine und Mineralen verfügt.
Tja, bin grundsätzlich dafür. „Fair“ gehandelt und „gesund“. Und die Kopfnüsse? Da man früher Walnüsse mit einem kräftigen Hammerschlag geknackt hat, liegt der Vergleich zwischen Nussschale/Nuss und Schädel/Gehirn nahe. Bei einem Schlag auf den Schädel bekommt man demnach eine auf die Nuss.
„Fair“? Naja. „Gesund“? Naja. Die hohe Kunst der Pädagogik sieht ohnehin anders aus. Da würde man sich nämlich daran erinnern, wofür es die Nuss gab, und nicht nur daran, dass es eine Kopfnuss gab. Und so wünsche ich allen Schüler*innen eine kopfnussfreie Zeit – vor allem emotional. Und den Briten einen genüsslichen Nut-Day.
Symbolbild: © Couleur auf pixabay
















