Die Volkspartei Niederösterreich kämpft mit einer landesweiten Kampagne und einer Unterschriftenaktion gegen die Abweisung von Landsleuten in Wiener Spitälern.
In den Fluren der Wiener Krankenhäuser entscheidet derzeit oft nicht die medizinische Dringlichkeit, sondern der Meldezettel über die Aufnahme. Diese Praxis sorgt für massiven Zündstoff in der Ostregion und ruft nun die Volkspartei Niederösterreich auf den Plan, die unter dem Slogan „Schluss mit blockieren. Wien muss operieren!“ eine großangelegte Kampagne samt einer landesweiten Unterschriftenaktion gestartet hat. Es ist ein Aufschrei gegen eine empfundene Ungerechtigkeit, die mittlerweile auch den Bezirk Melk erreicht hat, wo sich die Menschen geschlossen mit den Betroffenen im Wiener Umland solidarisieren und Gerechtigkeit für alle Landsleute einfordern.

Foto: © VPNÖ
Klubobmann Kurt Hackl findet deutliche Worte für das, was er als Bruch einer jahrzehntelangen Partnerschaft bezeichnet. Trotz eines Verzichts auf 500 Millionen Euro seitens Niederösterreichs und Steuerleistungen der Pendler in Höhe von 230 Millionen Euro stünden niederösterreichische Patienten immer öfter vor verschlossenen Türen. Dass stattdessen Personen mit Wiener Wohnsitz bevorzugt würden, die teils kaum ins System eingezahlt hätten, sorgt für Unverständnis. Landesgeschäftsführer Matthias Zauner untermauert diesen Kurs mit Verweis auf die Stimmung im Land: Laut Umfragen empfindet eine deutliche Mehrheit die aktuelle Situation als untragbar und unterstützt den juristischen Widerstand. Auch Landtagsabgeordnete Silke Dammerer betont, dass es hier um eine grundlegende Frage der Fairness gehe. Die Bundeshauptstadt profitiere wirtschaftlich massiv von den Verflechtungen und müsse nun ihren vertraglichen Pflichten nachkommen.


















