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Die WM läuft. Das Aztekenstadion hat gejubelt, die Bilder gingen um die Welt. Und Österreich? Ist mittendrin – zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit.

Seit 1998 war Rot-Weiß-Rot bei keiner WM mehr dabei. 28 Jahre Pause. Eine ganze Generation ist ohne dieses Gefühl aufgewachsen: kein Zittern in der Gruppenphase, kein kollektives Aufatmen nach einem Tor, kein Grund, den Wecker auf 6 Uhr früh zu stellen. Jetzt, in der Gruppe J gegen Jordanien, Argentinien und Algerien, ist es wieder da.

Jetzt wartet Argentinien – Weltmeister, Favorit, Messi-Erbe. Für viele das größte Spiel seit Jahrzehnten. Rangnicks Team hat nichts zu verlieren. Genau das macht es gefährlich.

Doch so manche Frage bleibt. Dieses Turnier findet in einem Amerika statt, das gerade viele vor den Kopf stößt. Boykott-Debatten, stornierte Tickets, politische Spannungen – das Rauschen gehört zum Soundtrack dieser WM. Der Fußball soll verbinden, sagt die FIFA seit Jahren. Eingelöst hat sie dieses Versprechen selten.

Trotzdem: Immer wenn Rangnicks Mannschaft auf dem Rasen steht, wird das alles kurz egal sein. Österreich ist wieder auf der großen Bühne. Das zählt. Alles andere kommt danach.

Symbolbild: © planet_fox auf pixabay