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Die Digischmiede der NÖ Dorf- und Stadterneuerung brachte Gemeinden aus Niederösterreich und dem Burgenland zum gemeinsamen Arbeiten zusammen.

Wie können Gemeinden beim komplexen Thema Digitalisierung praxisnah unterstützt werden? Unter diesem Motto stand das Format der „Digischmiede“ der NÖ Dorf- und Stadterneuerung in der Gemeinde Berg stattfand. Im Mittelpunkt stand dabei eine alltagsnahe Annäherung an digitale Herausforderungen – aus dem Arbeitsalltag und für den Arbeitsalltag von Gemeindebediensteten. „Ziel ist es, digitale Werkzeuge verständlich, alltagstauglich und wirkungsvoll einzusetzen, mit einem klaren Fokus auf das Wesentliche: mehr Zeit für das echte Leben im Ort“, so Christian Haider, zertifizierter KI-Experte und Digitalisierungsprofi bei der Dorf- und Stadterneuerung.

Ziel des Workshops war es, die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und gleichzeitig konkrete, praxisnahe Bedarfe zu erfassen. Insgesamt acht Gemeinden setzten sich im Rahmen eines vierstündigen Workshops intensiv mit diesen Fragestellungen auseinander. Vertreterinnen und Vertreter der niederösterreichischen Gemeinden Berg, Wolfsthal, Petronell-Carnuntum, Hundsheim und Bruck an der Leitha kamen dabei gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den burgenländischen Gemeinden Pama, Edelstal und Kittsee zusammen.

Beim Workshop: Regionalberater Alexander Kuhness (Mitte, hockend) und Christian Haider (10.v.r) informierten und schulten Gemeinden aus zwei Bundesländern zum Thema strategische Digitalisierung Foto: © Dorf- und Stadterneuerung

Digitalisierung strategisch denken
Organisiert wurde diese länderübergreifende Begegnung von der Gemeinde Berg in Zusammenarbeit mit der NÖ Dorf- und Stadterneuerung. Als Projektpartner im grenz- und länderübergreifenden Projekt BRIE hat die NÖ Dorf- und Stadterneuerung ein Beratungsangebot entwickelt, das Digitalisierung nicht nur als technische, sondern auch als strategische, organisatorische und soziale Herausforderung versteht. Ziel ist es, Gemeinden zu befähigen, Digitalisierung ganzheitlich, strukturiert und nutzerorientiert anzugehen.

Im Zuge des Workshops wurden zwei praxisnahe Methoden vorgestellt und erprobt.

 Digi-Kompass zeigt Potentiale und Schwächen auf
Der Digi-Kompass unterstützt Gemeinden dabei, ihren Digitalisierungsgrad systematisch selbst zu erfassen. Er ist als digitaler Fragebogen konzipiert und umfasst 35 Fragestellungen zu praxisnahen digitalen Anwendungsbereichen der Gemeindeverwaltung. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Anwendungen aktuell im Einsatz sind und ob diese einen tatsächlichen oder lediglich theoretischen Mehrwert bieten. Die daraus resultierende Selbsteinschätzung wird im Rahmen eines Reflexionsgesprächs mit Gemeindevertreterinnen und -vertretern analysiert. Das Ergebnis ist ein Gesamtbild bestehender sowie potenzieller zukünftiger digitaler Anwendungsbereiche.

Digi-Schmiede vermittelt konkretes Wissen
Die Digi-Schmiede bot einen inhaltlichen Impuls mit praxisnahen Interaktionsmöglichkeiten zum Thema Künstliche Intelligenz in der Gemeindeverwaltung. Fundierte Informationen zu KI wurden anhand konkreter und einfach umsetzbarer Praxisanwendungen vermittelt und direkt ausprobiert. Dieses Format ermöglichte nicht nur den Wissenserwerb, sondern auch einen intensiven fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmenden, „weil niemand unkritisch reflektieren sollte, was Neu ist, braucht es Wissen und die eigene Verantwortung im Umgang mit Digitalisierung“, so Christian Haider, zertifizierter KI-Experte und Digitalisierungsprofi bei der Dorf- und Stadterneuerung.

Digitalisierung in und für Gemeinden bedeutet, die Chancen neuer Technologien sinnvoll zu nutzen – um Verwaltungsaufgaben effizienter zu erledigen, den Alltag für Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern und neue Ideen für das Gemeindeleben zu entwickeln.